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Breaking News

Ruzan Petrosyan eine Installation über den permanenten Ausnahmezustand, in dem wir leben.
Zwischen Informationsflut und innerer Enge: Sind wir informiert – oder gefangen im Strom der Schlagzeilen?

Die Installation thematisiert den psychischen Zustand, in dem wir ständig Nachrichten über Kriege, Naturkatastrophen, politische Konflikte, Terrorismus und Gewalt ausgesetzt sind.

Die verstärkte und oft sensationsgetriebene Darstellung dieser Ereignisse durch die Medien verwandelt – zusammen mit dem permanenten Informationsdruck – die Realität in einen andauernden Ausnahmezustand. Das Außergewöhnliche wird zur Norm.

Der im Außenraum platzierte Eisenkubus erinnert an ein Informationsgefängnis. Er ist schwer und starr, als verkörpere er die permanente Produktivität und den Druck der Medienlandschaft.

Im Inneren hängt ein fragiles textiles Banner, das an die Seite einer Nachrichtenwebsite erinnert. Der Stoff, der sich im Wind bewegt, steht im Kontrast zur unbeweglichen Härte des Eisens. Gleichzeitig ist er verletzlich und ausdrucksstark – eine Metapher für die menschliche Innenwelt, die ständig dem Strom globaler Krisen ausgesetzt ist.

Er symbolisiert die Realität, in der wir leben: begrenzt und zugleich fortwährend von Nachrichten überflutet. Eine Welt, in der neben physischen Katastrophen auch informationelle Katastrophen existieren.

Die Sprache der Medien ist häufig geprägt von Dringlichkeit, unsicheren Quellen und sensationsbetonter Berichterstattung – „laut Quellen“, „Eilmeldung“, „Entwicklungen“, „exklusive Details“.

Diese Sprache vermittelt nicht nur Informationen, sondern formt auch unsere Wahrnehmung, indem sie Angst und Unsicherheit verstärkt.

Der Betrachter begegnet einer Struktur, die zugleich offen und unzugänglich ist. Der Raum ist von Informationen umgeben und wirkt doch emotional isolierend. Die Arbeit stellt die Frage: Sind wir wirklich informiert – oder Gefangene eines endlosen Stroms von Schlagzeilen?

Die Installation versucht, den unsichtbaren Druck sichtbar zu machen, unter dem wir leben – angetrieben von ständigen Updates, fortwährenden Alarmmeldungen und einem permanenten Ausnahmezustand.