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Ostrale

Achtung! Kunstleerer Raum_Beispiele_Kiliansplatz

Der Kunstleere Raum ist ein seit 2018 bestehendes Projekt der Künstlerinnengruppe Mechthild Hart, Gabriele Kunkel, Evelin Neukirchen und Georgia Templiner. Herzstück des Projekts ist ein begehbarer Kubus, der seit 2020 jährlich temporär im öffentlichen Raum der Würzburger Innenstadt installiert wird. Ursprünglich als Mahnmal konzipiert, das zeigen sollte, wie eine Welt ohne Kunst aussehen würde, entwickelte sich der Kubus zu einem Aktionsraum für zeitgenössische Kunst. Bislang wurden dort über 200 Projekte realisiert. So gelingt es, Kunst dort sichtbar zu machen, wo Alltag tatsächlich stattfindet: in der Mitte der Stadt. Ohne Tür. Ohne Eintritt. Ohne Hemmschwelle. Der Kunstleere Raum erreicht damit auch Menschen, die sonst kaum mit zeitgenössischer Kunst in Berührung kommen.

Neben den Projekten in Würzburg entstanden Kooperationen und Aktionen unter anderem in Berlin, Turin sowie mit einer spontanen Pop-up-Aktion während der documenta in Kassel.

Filme zur Bewerbung

7,29 m² Freiheit

Während der OSTRALE wird der Kunstleere Raum im öffentlichen Raum Dresdens aufgebaut und selbst zum Gegenstand der Auseinandersetzung. Auf 7,29 Quadratmetern entsteht ein Freiraum und Schutzraum für Kunst, Begegnung und Perspektivwechsel – eine Schaukel am seidenen Faden. Ein goldenes Hühnerei als Standortbestimmung für Deutschland. Keine rote Linie für die Kunst. Kraniche, die fliegen lernen. Nachbarn. Fünf Annäherungen an Freiheit. Die fünf Arbeiten folgen zeitlich aufeinander und bewegen sich zwischen Performance, Installation und Mahnmal. Gemeinsam entfalten sie fünf Annäherungen an Freiheit – von der Reflexion über die eigene Position bis zu Formen aktiver Beteiligung. Der Kubus wird zum Denkraum, Aktionsraum und schließlich zu einem Ort, an dem Unterschiedliches nebeneinander bestehen kann.

Die folgenden Filme sind auf dem Kiliansplatz entstanden. Wie in der Bewerbung angegeben würden die einzelnen Projekte für die Ostrale in Dresden modifiziert werden. Die Filme dienen zur Veranschaulichung!!!

VORSICHT, FRAGIL: Eine Schaukel wird zum Sinnbild demokratischer Freiheit. Ihre Sitzfläche trägt die Farben aktueller Wahlergebnisse. Ihr Schatten verwandelt sich je nach Sonnenstand in ein Kreuz. An einem seidenen Faden schwebend, entzieht sie sich ihrer eigentlichen Funktion. Sie fragt, ist unsere Freiheit zu selbstverständlich geworden, um zu erkennen wie fragil die Grundlagen im Moment sind, auf denen sie ruht.  

STANDORT: DEUTSCHLAND: Ein goldenes Hühnerei pendelt im Zentrum der Installation. Würde man die Erde auf die Größe des Kubus reduzieren, entspräche Deutschland etwa seiner Größe. Die Arbeit stellt das Leben in einer stabilen Demokratie globalen Krisen, Krieg, Hunger, Flucht und Zensur gegenüber. Und dem Privileg, auf diesem kleinen Hühnerei zu leben.

Keine rote Linie für die Kunst: Aus einer roten Linie entsteht ein Geflecht. Zwei Frauen werden Teil einer Performance, die sich schrittweise zu einem Mahnmal für die Fragilität von Kunstfreiheit entwickelt. Im Zentrum steht Artikel 5 des Grundgesetzes. Der Kunstleere Raum ist per se ein Freiraum und Schutzraum für Kunst: „Eine Zensur findet nicht statt.“

Fliegen lernen: In Zusammenarbeit mit Schulen und Besuchern entstehen Papierkraniche. Sie werden Teil einer Installation, die aus vielen Händen wächst. Geknotet, gehängt, gebunden oder fliegend verwandeln sie den Kubus in einen gemeinsamen Aktionsraum. Aus passivem Zuschauen wird aktives Handeln.

Nachbarn: Auf Feldern in verschiedenen Wachstumsstadien wird Entwicklung sichtbar. Wachstum steht dabei auch für gesellschaftliche Prozesse. Aus der Monokultur entwickelt sich eine widerstandsfähige Wiese. Unterschiede wachsen miteinander.

Pressestimmen

Hier finden Sie ein Auswahl von Artikeln über den Kunstleeren Raum